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Mittwoch, 18. September 2019 - 02:45h

Kommerzialisierung: Die Ersten Gesangsgruppen

Der älteste überlieferte Hinweis auf die Gesangsgruppen der Schwarzen stammt von 1851, als eine Frederika Bremer in Virginia darüber berichtete, daß die Sklaven in "Quartetten" sangen. Gegen Ende des Jahrhunderts sprach man sogar davon, daß der Quartett-Gesang den beliebtesten Zeitvertreib der afrikanischen Amerikaner darstellte.

International bekannt wurde die Form des Gruppengesangs von Afro-Amerikanern durch die Fisk University Jubilee Singers. Die Fisk University in Nashville, Tennessee, war die erste Universität für Schwarze; sie war 1866, also gleich nach dem Ende des Bürgerkriegs, von der "American Missionary Association" gegründet worden.

Da ständig die Geldmittel zur Unterhaltung der Universität fehlten, kam der Schatzmeister und Chorleiter George L. White auf die Idee, mit den besten Leuten seines Chors auf Tournee zu gehen und so Geld einzunehmen.

Der ursprüngliche gemischte Chor bestand aus 13 Mitgliedern, davon 11 Sängern und Sängerinnen. Am 6. Oktober 1871 brachen sie in den Norden der USA auf, zunächst nach Brooklyn, New York, und dann weiter in andere amerikanische Großstädte.

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Die Fisk Jubilee Singers um die Jahrhundertwende

Der Chor war so erfolgreich, daß aus der ursprünglich nur für ein paar Monate geplanten Tour sieben Jahre wurden. Nach erfolgreichen Tourneen durch die USA folgten 1873-1875 Tourneen durch Großbritannien (wo sie vor Queen Victoria sangen) und Deutschland, später sogar bis nach Australien und Neuseeland.


Teddy Doering in: GOSPEL Musik der guten Nachricht und Musik der Hoffnung
Aussaat Verlag 1999